Asbest im Putz und Asbest im Fliesenkleber oder Spachtelmasse entfernen

Kategorie: Asbestsanierung Stuttgart

Asbest in Putz, Spachtelmasse und asbesthaltigen Fliesenkleber entfernen – Sicher mit dem BT 57 Verfahren

Viele ältere Gebäude enthalten versteckte Asbestquellen, die auf den ersten Blick nicht erkennbar sind. Besonders in Putz, Spachtelmassen und Fliesenkleber wurde Asbest oft verwendet, um die Produkte widerstandsfähiger und langlebiger zu machen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Asbest in Bauprodukten – eine versteckte Gefahr
  2. Wo wurde Asbest in Putz, Spachtelmassen und Fliesenkleber verwendet?
  3. Wie erkennt man Asbest in diesen Materialien?
  4. Gefahren beim eigenständigen Entfernen
  5. Das emissionsarme BT 57 Verfahren: Sichere Entfernung von Asbest
  6. Fazit


Asbest in Bauprodukten – eine versteckte Gefahr

Anders als bei offensichtlichen Asbestquellen, wie alten Dachplatten oder Bodenbelägen, bleibt Asbest in Putz, Spachtelmasse und Fliesenkleber oft unerkannt. Diese Materialien wurden über Jahrzehnte verwendet und sind auf den ersten Blick nicht als asbesthaltig erkennbar. Die Gefahr entsteht besonders bei Renovierungs- und Sanierungsarbeiten:

  • Beim Schleifen, Fräsen oder Stemmen können unsichtbare Asbestfasern freigesetzt werden.
  • Diese lungengängigen Fasern sind extrem gesundheitsschädlich und können Asbestose oder Lungenkrebs verursachen.
  • Oft wird Asbest unbewusst freigesetzt, da es tief im Material gebunden ist und erst bei mechanischer Bearbeitung zur Gefahr wird.
  • Unsachgemäße Sanierungen können nicht nur erhebliche Gesundheitsrisiken, sondern auch hohe Kosten und rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Gerade weil Asbest in Putz, Spachtelmasse und Fliesenkleber nicht auf den ersten Blick sichtbar ist, sollten Gebäude aus den Jahren 1950 bis 1990 vor Arbeiten gründlich überprüft werden.

Wo wurde Asbest in Putz, Spachtelmassen und Fliesenkleber verwendet?

Zwischen den 1950er- und 1990er-Jahren war Asbest ein weit verbreiteter Bestandteil vieler Baustoffe. Besonders betroffen sind:

  • Putz (Kalkzement- und Gipsputz, oft mit Asbest als Zuschlagstoff)
  • Spachtelmassen (zum Ausbessern von Wänden und Decken)
  • Fliesenkleber (zur sicheren und langlebigen Fixierung von Fliesen)

Hier einige konkrete Produkte, die in der Vergangenheit Asbest enthalten haben:

Asbesthaltige Spachtelmassen

  • Moltofill (ältere Rezepturen)
  • Rigips Handspachtel
  • Presto Spachtelmasse

Asbesthaltiger Fliesenkleber

  • PCI FT-Kleber
  • Schönox Fliesenkleber
  • Botament Fliesenkleber

Asbesthaltiger Putz

  • Knauf Kalkzementputz (ältere Versionen)
  • Maxit Putz
  • Hasit Putz

Diese Materialien wurden nicht nur in Altbauten, sondern auch bei Renovierungen bis in die 1990er Jahre hinein eingesetzt.

Wie erkennt man Asbest in diesen Materialien?

Asbest ist mit bloßem Auge nicht sichtbar, doch es gibt einige Hinweise, die auf eine mögliche Belastung hindeuten:

  • Baustoffe, die vor 1993 verarbeitet wurden
  • Besonders feine, faserige Struktur bei alten Spachtelmassen oder Putzen
  • Fliesenkleber mit sehr fester, spröder Konsistenz

Viele günstige Schnelltests für den Heimgebrauch versprechen schnelle Ergebnisse, liefern aber oft unzureichende oder unsichere Analysen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte eine Materialprobe von einem zertifizierten Sachverständigenbüro untersuchen lassen. Fachlabore liefern nicht nur präzise Ergebnisse, sondern geben auch Handlungsempfehlungen zur sicheren Sanierung.

Ein zuverlässiger Ansprechpartner im Raum Stuttgart ist das Sachverständigenbüro für Baubiologie Kreuer. Dort erhalten Sie eine professionelle Analyse und fundierte Beratung zum richtigen Umgang mit asbesthaltigen Materialien.

Gefahren beim eigenständigen Entfernen

Die Eigenentfernung von asbesthaltigem Material ist extrem riskant:

  • Schleifen oder Abklopfen setzt gefährliche Fasern frei.
  • Ohne Schutzmaßnahmen kontaminiert man seine gesamte Wohnung.
  • Unprofessionelle Asbestarbeiten können rechtliche Konsequenzen haben.

Daher sollte unbedingt eine Fachfirma mit der Sanierung beauftragt werden.

Das emissionsarme BT 57 Verfahren: Sichere Entfernung von Asbest

Das BT 57 Verfahren ist ein bewährtes Verfahren zur sicheren und effizienten Asbestentfernung, das speziell entwickelt wurde, um Putz, Spachtelmassen und Fliesenkleber, die Asbest enthalten, zu sanieren. Häufig ist Asbest nicht nur im Kleber, sondern auch unter den Fliesen oder in den Putz- und Spachtelmassen verborgen. Beim BT 57 Verfahren werden zunächst die Fliesen vollständig entfernt, um an den darunterliegenden Kleber und Spachtelmassen zu gelangen. Das Verfahren bietet eine staubarme Lösung und wird mit speziellen Maschinen durchgeführt, die keine Asbestfasern in die Luft freisetzen.

Wie funktioniert das BT 57 Verfahren?

  1. Fliesenentfernung – Zunächst werden die Fliesen fachgerecht entfernt, um an den darunterliegenden Kleber und Spachtelmassen zu gelangen.
  2. Entfernung des Fliesenklebers, Spachtelmassen und Putze – Im nächsten Schritt werden die asbesthaltigen Spachtelmassen und Putz sowie der Fliesenkleber mit speziellen Maschinen abgetragen, die eine staubfreie und sichere Entfernung gewährleisten.
  3. Saubere und sichere Arbeitsweise – Dank modernster Absaugtechnik bleibt die Umgebung staubfrei, und die Faserfreisetzung wird auf ein Minimum reduziert.
  4. Kein aufwendiger Schutz nach TRGS 519 – Zeitaufwendige und kostenintensive Maßnahmen wie Schleusen oder Unterdrucksysteme sind nicht erforderlich, was das Verfahren kostengünstiger und schneller macht.

Mit dem BT 57 Verfahren wird die gesamte asbestbelastete Schicht – ob Fliesenkleber, Spachtelmasse oder Putz – entfernt, sodass eine sichere und effiziente Sanierung des gesamten Bereichs gewährleistet ist.

Vorteile des BT 57 Verfahrens gegenüber herkömmlichen Methoden

  • Kostenvorteil – Aufwendiger Rückbau und teure Schutzmaßnahmen entfallen, was zu erheblichen Einsparungen führt.
  • Zeitersparnis – Das Verfahren ist schneller und effizienter, sodass der gesamte Sanierungsprozess erheblich verkürzt wird.
  • Hohe Sicherheit – Durch die moderne Technik wird die Faserfreisetzung signifikant minimiert, sodass gesundheitliche Risiken vermieden werden.
  • Kein aufwendiges Einrichten von Schwarz-Weiß-Bereichen erforderlich – Diese Maßnahme, die bei herkömmlichen Methoden oft notwendig ist, entfällt beim BT 57 Verfahren.

Gesetzliche Vorgaben und Meldepflichten

Vor Beginn einer Asbestsanierung müssen bestimmte gesetzliche Vorgaben eingehalten werden:

  • Meldung an die BG Bau und Gewerbeaufsicht – Diese Meldung muss vor Arbeitsbeginn erfolgen, um den rechtlichen Anforderungen zu entsprechen.
  • Baustelleneinrichtung – Es müssen spezielle Schutzmaßnahmen und Absaugsysteme eingerichtet werden.
  • Beachtung der ASI-Richtlinie und TRGS 519 – Insbesondere das Beschichtungsverbot muss beachtet werden.
  • Freigabe der Räume – Nach Abschluss der Sanierung erfolgt die Freigabe der Räume, die durch einen Sachverständigen überprüft wird.

Ablauf der Asbestentfernung mit dem BT 57 Verfahren

  1. Baustelleneinrichtung – Die entsprechenden Schutzmaßnahmen und Absaugsysteme werden auf der Baustelle installiert.
  2. Entfernung der asbesthaltigen Materialien – Fliesen, Spachtelmassen, Putz und Kleber werden staubarm und sicher entfernt.
  3. Reinigung und Luftmessung – Mithilfe von HEPA-Filtern und Luftreinigern wird der Bereich gründlich gereinigt, um die Sicherheit zu gewährleisten.
  4. Abtransport & Entsorgung – Die asbesthaltigen Materialien werden fachgerecht und gemäß den gesetzlichen Vorschriften entsorgt.

Kombinierte Verfahren zur Kostensenkung

Wenn Asbest sowohl in Wandputzen als auch in Bodenbelägen vorhanden ist, kann es sinnvoll sein, die BT 33 Methode (für Böden) mit dem BT 57 Verfahren (für Wände und Decken) zu kombinieren.

  • Kombinierte Verfahren sparen Kosten, da Schutzmaßnahmen und Maschinen effizienter genutzt werden können.
  • Die Baustellenzeit wird erheblich verkürzt, da beide Verfahren parallel oder nacheinander angewendet werden können.
  • Weniger organisatorischer Aufwand, da nur eine Fachfirma benötigt wird, die beide Verfahren durchführt.

Eine umfassende Beratung durch einen Fachbetrieb ist empfehlenswert, um die beste Strategie für den jeweiligen Sanierungsfall zu ermitteln und unnötige Kosten zu vermeiden.


💡 Tipp:
Normalerweise muss nach einer Asbestsanierung eine Freimessung durch einen Sachverständigen erfolgen, die schnell 600 bis 1.000 Euro kosten kann. Mit dem BT 57 Verfahren entfällt diese Messung, da die Sanierung emissionsarm erfolgt und die Räume direkt nach der Reinigung freigegeben werden können
.

Fazit: Asbest in Putz, Spachtelmasse und Fliesenkleber sicher entfernen

Die Entfernung von Asbesthaltigen Materialien erfordert nicht nur spezialisiertes Wissen, sondern auch die richtige Ausstattung und die Einhaltung aller relevanten gesetzlichen Vorgaben. Besonders beim Umgang mit schwach gebundenem Asbest, wie er häufig in Putz, Spachtelmassen und Fliesenkleber vorkommt, müssen Fachfirmen sicherstellen, dass die entsprechenden Schutzmaßnahmen nach der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) sowie den Vorgaben der TRGS 519 eingehalten werden.

Dabei ist es besonders wichtig, eine zugelassene Fachfirma zu wählen, die die notwendigen Zulassungen nach §8 Abs. 8 i.V.m. Anhang I Nr. 2.4.2 der GefStoffV besitzt. Nur ein Unternehmen mit einer entsprechenden Zulassung kann die Asbestsanierung fachgerecht und sicher durchführen.

Die Firma Fleischer Abbruch ist ein solcher Spezialbetrieb, der über die Zulassung nach §8 Abs. 8 i.V.m. Anhang I Nr. 2.4.2 der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) verfügt. Wir bieten professionelle Asbestsanierungen in Stuttgart und Umgebung an. Erfahren Sie mehr über unsere Asbestsanierung Stuttgart & Umgebung und die umfangreiche Expertise, die wir in der sicheren Entfernung von Asbest bieten. Verlassen Sie sich auf die Expertise eines zertifizierten Unternehmens und stellen Sie sicher, dass Ihre Asbestsanierung rechtskonform, sicher und effizient durchgeführt wird.

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